Wie geht gendersensible Sprache?

Gendersensible Sprache, auch gendern genannt, ist ein sehr emotional besetztes Thema. Wir alle scheinen eine Meinung dazu zu haben — wir sind entweder absolut dafür oder absolut dagegen. Und mit denen, die unsere eigene Ansicht nicht teilen, “lässt sich einfach nicht reden”. In der vierten Folge von Schon gewusst? sprechen wir über die Gründe dafür, warum gendersensibles Sprechen oder Schreiben unsere Gesellschaft derart spaltet. Hier im Blog geht es heute darum, wie gendersensible Sprache in der Praxis funktionieren kann — für all jene, die gerne selbst diskriminierungsfrei kommunizieren wollen, aber auch für jene, die selbst nicht gendern können oder möchten, für die gendersensible Sprache aber trotzdem zugänglich und (ästhetisch) ansprechend sein sollte.
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Bemühungen zu gendern werden oft mit dem Spruch “Sind doch eh alle mitgemeint.” abgetan. Damit wird auf ein besonderes Phänomen in der (nicht nur) deutschen Sprache angespielt, das generische Maskulinum. Bürger, heißt es, seien ja nicht nur Männer. Techniker, Lehrer, Geschäftsführer. Mit der männlichen Form würden wir alle Geschlechter ansprechen. Die Geschäftsführer unterzeichnen die neuen Verträge. Ein Physiker muss gut in Mathematik sein.
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Psycholinguistische Studien hingegen zeigen, dass sich Frauen im generischen Maskulinum eher selten „mitgemeint” fühlen. Auch Menschen, die intergeschlechtlich, trans* oder queer sind, finden sich in solchen Bezeichnungen nicht wieder. Und auch Männer sehen in maskulinen Formen in erster Linie: Männer. Generisch hin oder her.
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Aus diesem Grund wird das generische Maskulinum im öffentlichen Leben — in Bildungseinrichtungen, in der Verwaltung, in den Medien — immer öfter durch diskriminierungsfreie Alternativen ersetzt. Man spricht von Bürger und Bürgerinnen, von Techniker*innen, vom Lehrkörper. In der Alltagssprache wird diese Art der Sprache als gendern bezeichnet. In diesem Beitrag verwende ich, in Anlehnung an den Begriff der Geschlechtergerechtigkeit, den Fachausdruck gendersensible Sprache.
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Doch wie genau können wir gendersensibel kommunizieren? Reicht es, hier und da ein Sternchen zu setzen oder einen Strich zu ziehen?
Dieser Beitrag schließt an die theoretischen Überlegungen aus dem Podcast an und liefert Tipps und Beispiele zur konkreten Umsetzung gendersensibler Sprache beim Sprechen und beim Schreiben.
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Eines vorweg: Ein Patentrezept gibt es beim Gendern nicht. Doch wir werden sehen, wie sich gendersensible Sprache mit einfachen Mitteln effektiv und vor allem fair umsetzen lässt. 
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Die gängigsten Formen gendersensibler Sprache

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Gendern mit Sonderzeichen

Der Einsatz von Sonderzeichen ist gleichzeitig die Go-to-Lösung bei der Suche nach inklusiveren Formulierungen und die am meisten kritisierte Form der gendersensiblen Sprache. Das liegt daran, dass sie (bis auf eine Ausnahme) mit den Rechtschreibregeln brechen und so nur noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
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Schrägstrich und Binnen-I zum Beispiel sind bereits seit geraumer Zeit in Verwendung. Beim Schrägstrich (vorausgesetzt es folgt ihm ein Ergänzungsstrich) handelt es sich auch um die gerade eben erwähnte Ausnahme. Er wird vom Rat für deutsche Rechtschreibung als regelkonforme gewertet. Andere Genderzeichen sind nicht zulässig. Verboten sind sie allerdings auch nicht. Mit den Worten der Duden-Chefredakteurin Kathrin Kunkel-Razum: “DasRegelwerk schweigt.”
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Schrägstrich

Mieter → Mieter/-innen
Einwohner → Einwohner/-innen
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Binnen-I

Mitarbeiter → MitarbeiterInnen
Erzieher → ErzieherInnen
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Diese Formen sprechen Männer und Frauen gleichermaßen an. Diverse Personen, Menschen, die sich im breiten Spektrum zwischen Frau und Mann irgendwo dazwischen identifizieren, allerdings nicht. Daher werden Schrägstrich und Binnen-I heute immer seltener eingesetzt und durch sogenannte Genderzeichen abgelöst. Dazu zählen unter anderem der Gender Gap und das Gendersternchen.
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Gender Gap

Minister → Minister_innen
Sachbearbeiter → Sachbearbeiter_innen
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Gendersternchen

Helfer → Helfer*innen
Gutachter → Gutachter*innen
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Sowohl Gender Gap als auch Gendersternchen öffnen den Raum für mehr Genderdiversität, sei es durch die sichtbare Lücke zwischen männlichem Stamm und weiblicher Endung beim Gender Gap oder die symbolische Kraft der vielen Strahlen im Sternchen.
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Mit dem Abstand zwischen dem Wortstamm und der femininen Endung schafft der Unterstrich Raum für alle Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren. In der Wissenschaft ist dieses Zeichen seit Anfang der 2000-er Jahre gebräuchlich. Dass er beim Hinschauen auf einen Text “stört” ist in diesem Fall sogar gewollt. Mit der Verwendung der Gender Gap soll ausdrücklich Aufmerksamkeit auf das Dazwischen zwischen männlich und weiblich lenken.
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Die vielen Strahlen des Sternchens stehen als Symbol für die Geschlechtervielfalt. Aktuell ist das Gendersternchen das meistgenutzte Genderzeichen im deutschsprachigen Raum und wird nicht nur von vielen öffentlichen Institutionen, sondern zum Beispiel auch von der Trans*-Community empfohlen.
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Doppelpunkt

Betreuer → Betreuer:innen
Kraftfahrer → Kraftfahrer:innen
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Der Gender-Doppelpunkt ist erst seit einigen Jahren im Umlauf. Er hat den Vorteil, dass er uns beim Schreiben auf der Tastatur “geläufiger” ist und den Lesefluss nicht so stark stört wie Unterstrich oder Sternchen. Trotzdem gehört er wie diese zu den so genannten Genderzeichen, die explizit auf die geschlechtliche Vielfalt einer Personenbezeichnung hinweisen.
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Wichtig: Nicht immer ist es einfach, Genderzeichen richtig zu platzieren. Die Varianten Ärzte/-in oder Kund/-en sind vom Rat für deutsche Rechtschreibung nicht zugelassen, obwohl sie eigentlich das “richtige” Sonderzeichen aufweisen. Innerhalb der Sprachgemeinschaft selbst werden solche Formen allerdings bereits akzeptiert. Auch mit Sternchen oder Unterstrich. Ob in deinem Text also auch Bäuer_innen oder Beamt*innen erwähnt werden dürfen, hängt in letzter Instanz von deinen Leser- oder Hörer*innen ab.
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Alle, die trotzdem auf Nummer Sicher gehen wollen, machen einfach die Weglassprobe. Ist sowohl das ganze Wort — zum Beispiel Sportler/-innen — als auch der Wortteil vor dem Genderzeichen — hier: Sportler — grammatikalisch korrekt, entspricht die Schreibung mit Schrägstrich der deutschen Rechtschreibnorm. Umgekehrt: Schreibweisen wie Beamt/-innen sind demnach nicht regelkonform. Zwar existiert das ganze Wort Beamtinnen, dem Wortteil vor dem Genderzeichen —  *Beamt — fehlt jedoch ein -en zur grammatikalischen Korrektheit.
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In der schriftlichen Kommunikation leisten diese Sonderzeichen, seien es nun Schrägstrich, Binnen-I oder Genderzeichen, gute Arbeit in Sachen Gendersensibilität. Doch beim Sprechen stellt sich die Frage: Wie wird der Strich, das Sternchen, der Doppelpunkt ausgesprochen?
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Besondere Herausforderungen beim gendersensiblen Sprechen 

Die Antwort auf diese Frage ist einfach: mit einem Glottisschlag. In Folge vier von Schon gewusst?  zum Thema Gendersensible Sprache (LINK) habe ich ausführlich erklärt, was man unter einem Glottisschlag versteht und gezeigt, wie er sich im Deutschen anhört.
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Hier trotzdem noch einmal alles in Kurzfassung:
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Beim Glottisschlag (auch Knacklaut, Glottalstop) handelt es sich um einen stimmlosen glottalen Verschlusslaut, der vor Wörtern oder Silben vorkommt, die mit einem Vokal beginnen. Die Glottis, salopp ausgedrückt: die Stimmritze im Kehlkopf, wird dabei vor Wörtern wie Anfang [ˈanˌfaŋ] oder Ende [ˈɛndə] kurz verschlossen und dann explosionsartig wieder geöffnet. Das Zeichen für dieses phonetische Phänomen ist ʔ. Im Internationalen Phonetischen Alphabet wird es als geschrieben (wie vor ˈa und ˈɛ in den beiden Beispielen oben). 
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Dieser Glottisverschluss wird nun eingesetzt, um Personenbezeichnungen mit Genderzeichen auszusprechen. Dabei entsteht durch den Verschluss der Stimmritze eine kurze Pause zwischen dem Wortstamm und der Wortendung -in, also genau dort, wo im geschriebenen Text ein Sternchen oder ein Unterstrich steht.
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Die Bezeichnung Kritiker*innen wird demnach wie folgt realisiert: kritiker (Verschluss=kurze Pause) innen
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Exkurs für sprachwissenschaftlich Vers- und Interessierte
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Der glottale Verschluss als lautliche Realisierung eines Genderzeichens stößt in der Schriftsprache vielerorts auf Kritik. Er klinge unnatürlich und entspreche nicht der deutschen Morpho- bzw. Phonologie. (Ganz zu schweigen von der natürlichen Ordnung der Geschlechter.) Es stimmt, dass der Glottisschlag vor einem Suffix wie -in im Deutschen bislang nicht vorgekommen ist. Ein genauer Blick auf das Phänomen zeigt aber, dass der Verschlusslaut vor einer femininen Endung — obwohl er (noch!) ungewohnt klingt — die deutsche Morphologie und Phonologie nicht, naja gut: kaum, verletzt.

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Und trotzdem: Genderzeichen egal welcher Art sind mächtige kommunikative Werkzeuge — und zwar in Wort und Schrift.
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Mit jedem Strich am Papier und jedem Stop im Hals fordern wir unsere generisch maskuline Weltsicht — und die unserer Kommunikationspartner*innen — heraus.
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Ein wichtiges gesellschaftspolitisches Zeichen, ohne Frage. Doch es gibt Gründe, warum wir es in unseren Texten nicht überstrapazieren sollten.
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  1. Erstens: Wir wollen über alle sprechen und sollten es auch mit tun. Gendersensible Sprache ist aber noch nicht allen geheuer. Um jene, die uns zuhören oder von uns lesen nicht zu sehr (ein bisschen schon!) vor den Kopf zu stoßen, sollten wir darauf achten, Sternchen, Unterstriche oder Glottisschläge mit Bedacht einzusetzen. Es gibt immer Textpassagen, in denen sich ohnehin andere sprachliche Mittel besser eignen, um gendersensibel zu kommunizieren.
  2. Und zweitens: Genderzeichen sind (noch) nicht barrierefrei. Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Personen, die gerade erst Deutsch lernen, blinde und sehbehinderte Menschen tun sich mit Genderzeichen schwer. Vor allem der Doppelpunkt gerät hier unter Kritik, da er für Personen mit Sehbehinderung nur schwer zu erkennen ist und Menschen, für die Deutsch eine Fremdsprache ist, eine zusätzliche Hürde darstellen kann. Aber auch der Gender Gap und das Gendersternchen werden vom deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband für problematisch erklärt. Vorleseprogramme, die für blinde Menschen im modernen technologischen Alltag unerlässlich sind, würden diese Zeichen nicht als glottalen Verschlusslaut realisieren, sondern vor- oder gar überlesen. Gerade für gendersensible Sprache, deren Ziel es ist, möglichst inklusiv zu sein und alle Menschen anzusprechen, ist das natürlich ein heikles Thema, das nicht unter den Tisch gekehrt werden darf.
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Genau deswegen braucht es hier mindestens einen eigenen Beitrag, um sich dieser und angrenzender Problematiken mit Sorgfalt zu widmen. Heute soll es um praktische Lösungen gehen, die Gendern möglich machen, ohne dabei erst wieder Menschen auszuschließen.
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Gendern ohne Sonderzeichen? Geht das auch?

Das geht natürlich auch. Wer auf ein unauffälliges Schriftbild Wert legt oder barrierefrei kommunizieren möchte, kann auch mit anderen Mitteln mehr Fairness in die Sprache bringen.
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Hier ein paar Vorschläge:
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Doppelnennungen/Paarformen

Eigentümer → Eigentümer und Eigentümerinnen
Dolmetscher → Dolmetscherinnen und Dolmetscher
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Dieses sprachliche Mittel ist wahrscheinlich den meisten bekannt. Es ist einfach umzusetzen, zur männlichen Personenbezeichnung gesellt sich die weibliche. Die Reihenfolge der Nennung ist dabei egal. Einziges Problem: Diese Formen reproduzieren das binäre Geschlechtersystem. Frauen werden zwar sichtbar, andere Geschlechter allerdings nicht.
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Partizipien

Wir haben auf Deutsch zwei Partizipien, die wir einsetzen können, um gendersensibel zu formulieren. Aus dem Partizip Präsens lassen sich relativ einfach und unkompliziert Nomen machen, die in der Pluralform genderneutral sind. 
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Studenten → Studierende
Filmemacher → Filmschaffende
Lehrlinge → Auszubildende
Pionierarbeit → wegbereitende Arbeit / bahnbrechende Leistung
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Mit dem Partizip Präteritum auf der anderen Seite können wir kurze Partizipialphrasen bilden, die auf der Handlung statt auf der Person fokussieren.
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Herausgeber → herausgegeben von
Errichter → errichtet von
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Genderneutrale Formulierungen

Oft ist es möglich, alternative Formulierungen zu finden, die keinen eindeutigen Geschlechtsbezug haben und somit neutral klingen. 
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Synonyme

Zahnarztpraxis → Praxis für Zahnheilkunde
Expertengruppe → Fachgruppe
Königsdisziplin → Spitzendisziplin
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neutrale Substantivierungen

(Schul-)Direktor → (Schul-)Leitung
Personalvertreter → Personalvertretung
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Institutionen oder Tätigkeiten statt Personen 

Kundenberater → Beratung der Kundschaft
Lektor → Lektorat
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Wer möglichst rasch ein passendes Wort braucht, findet im Genderwörterbuch von Johanna Usinger ein umfangreiches Glossar mit Begriffsvorschlägen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Auch herkömmliche Synoymwörterbücher können bei der Suche unter Umständen hilfreich sein.
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Passivsätze

Der/Die Antragsteller/in hat das Formular vollständig auszufüllen. → Das Formular ist vollständig auszufüllen.
Die Kollegen in der Marketingabteilung arbeiten an einer neuen Werbestrategie. → In der Marketingabteilung wird an einer neuen Werbestrategie gearbeitet.
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Relativsätze

Leistungsbezieher → wer Leistungen bezieht
Sprachschüler → Menschen, die eine Sprache / Sprachen lernen
Teilnehmer → alle, die an … teilnehmen
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Umschreibungen 

keiner, der → kein Mensch, der… / keine Person, die… 
Akademiker → Personen mit Hochschulabschluss
Kontoinhaber → kontoführende Person
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Allerdings stoßen viele dieser sprachlichen Mittel ihrerseits auf Kritik. Partizip Präsens-Formen fokussieren manchmal zu sehr auf der Handlung im Moment des Sprechens. Umschreibungen verlängern Texte. Synonyme treffen die ursprüngliche Bedeutung oft nicht exakt oder klingen unpersönlich. Und so weiter und so fort. Die ideale gendersensible Ausdrucksweise scheint es also nicht zu geben. Allerdings geht es beim gendersensiblen Formulieren nicht darum, eine magische Formel, quasi eine magische Form, zu finden, die wir gedankenlos mal hier mal da im Text verstreuen können, um den Anschien von Inklusivität zu erwecken. Wenn wir flexibel mit dem Formenreichtum unserer Sprache umgehen und unseren Sprachschatz kreativ einsetzen, wird es uns leicht fallen, in jeder Situation vielleicht nicht die, aber zumindest eine passende Formulierung auf Augenhöhe zu finden.
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Fazit — Wie weiß ich, welche Formen richtig sind?

Das ist nun tatsächlich eine schwierige Frage — und die Antwort ist es erst recht. 
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Den perfekten Text — Gender hin oder her — gibt es nicht. Ob eine gendersensible Formulierung bei den Leser*- oder Hörer*innen “richtig” ankommt, hängt oft gar nicht so sehr von der Wortgewandtheit der sprechenden oder schreibenden Person ab, sondern mit der Zusammensetzung der Zielgruppe selbst.
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Als Faustregel gilt hier: Habe ich (zu) große Schwierigkeiten, eine passende Formulierung zu finden, nimmt wahrscheinlich auch mein Publikum die von mir gefundene Lösung nicht an.
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Trotzdem sollten wir vermeiden, wie der Elefant im gendersensiblen Porzellanladen zu klingen. Daher ist es wichtig, sich ein möglichst breites Spektrum an gendersensiblen Formulierungen anzueignen, um sie dann je nach Kontext möglichst kreativ einsetzen zu können. Am besten entscheidest du dich in einen Text bzw. eine Kommunikationssituation (eine Webseite, einen Blog, einen Podcast usw.) für eines der oben genannten Genderzeichen und ergänzt dieses großzügig mit Synonymen und Umschreibungen, und einem Blick weg von der Person und hin zur Handlung. 
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Die Tipps in diesem Beitrag schöpfen die Möglichkeiten der deutschen Sprache, uns gendersensible Kommunikation zu ermöglichen, allerdings bei Weitem noch nicht aus. Menschen und ihre Texte sind einzigartig. Und wir passen unsere Sprache und unser Sprechen immer an die jeweilige Gesprächssituation an. Gendersensible Sprache trägt diesem Umstand Rechnung.
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Gendersensible Sprache ist nicht norm-, sondern zielgruppenorientiert.
Gendersensible Sprache ist das, was herauskommt, wenn die geschlechtliche Vielfalt deines Publikums in der sprachlichen Vielfalt deiner Texte aufgeht.
Und wer sich danach immer noch nicht sicher ist, ob der mühsam recherchierte und formulierte Text jetzt so passt, klickt sich einfach durch die weiterführenden Links. Irgendwo findest du bestimmt eine Antwort auf deine Frage.
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Weiterführende Links:

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Texten

Im Textlabor des Projekts Genderleicht wurden bereits viele knifflige Fragen rund ums Gendern beantwortet.
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Die aktuelle Fassung des amtlichen Regelwerks zur deutschen Rechtschreibung lässt sich auf der Webseite des Instituts für Deutsche Sprache per Suchfunktion durchforsten.
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Du hast bereits einen fertigen Text und hast dich nach bestem Wissen und Gewissen an die Tipps aus diesem Beitrag gehalten. Oder stehst du gerade noch vor der Textarbeit und weißt nicht, wie du anfangen sollst zu schreiben? Dann mach den Gendercheck! Einfach PDF downloaden und vom Recherchieren, übers Texten bis zum Redigieren den Überblick behalten. Viel Erfolg! 
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Nachlesen

Im Sprachlog-Beitrag von Anatol Stefanowitsch kannst du nachlesen, dass die typisch deutsche Lautstruktur durch die Genderlücke erhalten bleibt.
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Germanistin Gabriele Diewald (Leitfaden geschlechtergerechte Sprache Richtig gendern”) spricht in diesem Interview über Sprachwandelprozesse und warum das Gendersternchen zwar nicht empfohlen werden kann, aber auch nicht verboten werden darf.
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Ausgewählte Studien zum generischen Maskulinum

Dagmar Stahlberg, Sabine Sczesny, Friederike Braun, (2001):
In: Journal of Language and Social Psychology. Band 20, Nr. 4, S. 464–469
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Vervecken, D. & Hannover, B., (2015):
in: Social Psychology, 46, 76-92
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Friedrich, M. C. G. & Heise, E., (2019):
in: Swiss Journal of Psychology, 78, 51-60